Morbus Parkinson

Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, bei der die Dopamin produzierenden Nervenzellen im Gehirn absterben. Die Ursache ist unbekannt. Die Erkrankung macht sich erst im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf bemerkbar (Vgl. DPG 2018). 

Epidemiologie

Die Parkinson Erkrankung wurde nach dem englischen Arzt James Parkinson benannt. Es "ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung." (DPG 2018). Die Erkrankung bricht durchschnittlich bei Patienten im Alter von 60 Jahren aus und betrifft Männer häufiger als Frauen. Die Erkrankungsrate liegt bei 2,0% für Männer und bei 1,3% für Frauen (Vgl. DPG 2018), Tendenz steigend.


Symptome

Zu den typischen Symptomen zählen:

  • Zittern (Tremor)
  • Steifheit der Muskeln (Rigor)
  • Bewegungsunfähigkeit (Akinese)
  • verlangsamte Bewegungen (Bradykinese)
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Freezing (Einfrieren von Bewegungen)
  • starre Mimik
  • Schwierigkeiten beim Sprechen und Schlucken
  • vegetative Funktionsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • geistige Beeinträchtigungen
  • Demenz (Vgl. DPG 2018)

Diagnose 

Die Diagnose stellen Ärzt*innen nach einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden die Reflexe und Körperbeweglichkeit getestet. Hilfreich sind auch die Beobachtungen von Angehörigen. Es wird eine Teilnahme am ärztlichen Gespräch empfohlen.

 

Um  eine höhere Gewissheit zu erlangen wird oftmals ein L-Dopa-Test durchgeführt. Die Patienten nehmen das Medikament L-Dopa ein. Verbessern sich die Symptome in kürzester Zeit, deutet dies auf eine Parkinsonerkrankung hin.

 

In seltenen Fällen werden eine Computer- oder Kernspintomografie angeordnet.


Therapie

 

⇨ Medikamente wie

  • L-Dopa
  • Dopamin-Agonisten
  • MAO-B-Hemmer
  • COMT-Hemmer
  • Anticholinerika
  • NMDA-Antagonisten (Vgl. Sinowatz 2018)

 

⇨ Physio- und Ergotherapie, Logopädie

 

 

⇨ Tiefe Hirnstimulation

 

 

⇨ operative Verfahren


Pflegehinweise bei Parkinson

⇨ Medikamentengabe vor dem Aufstehen

 

⇨ Nutzung von Hilfsmittel während der Körperpflege (Duschstuhl, Haltegriffe..)


⇨ Intertrigoprophylaxe durchführen


⇨ Kleiderauswahl: Nicht zu enge Kleidung, um das An- und Ausziehen zu erleichtern; Die Kleidung darf nicht zum Schwitzen oder Auskühlen führen.


⇨ Sturzprophylaxe durchführen (rutschfeste Socken in der Nacht und rutschfeste Schuhe)


⇨ Mehr Zeit für die Pflege einplanen, da Parkinsonpatienten in ihren Bewegungsabläufen verlangsamt sind.


⇨ Nutzung von Hilfsmitteln bei der Nahrungsaufnahme (z.B. Besteck mit dicken Griffen) (Vgl. PQSG o.J.)

 

⇨ Bei Schluckbeschwerden: eine mundgerechte Zubereitung der Speisen und angedickte Getränke


Quellen

DPG - Deutsche Parkinson Gesellschaft (2018): Hintergrundinformationen Parkinson-Krankheit. Online verfügbar

unter https://www.parkinson-gesellschaft.de/die-dpg/morbus-parkinson.html

 

PQSG (o.J.): Standard "Versorgung von Parkinsonpatienten: Körperpflege und Kleidung". Online verfügbar unter 

https://pqsg.de/seiten/openpqsg/hintergrund-standard-parkinson-koerperpflege-kleidung.htm

 

Sinowatz, F. (2018): Parkinson. Online verfügbar unter https://www.netdoktor.de/krankheiten/parkinson/


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