Arbeitsbedingungen der Krankenhauspflege

Knapp 3000 Pflegekräfte schilderten im November ihren Berufsalltag im Krankenhaus der ZEIT ONLINE und dem ARD-Fernsehmagazin Report Mainz.

Dabei wurden besonders die schlechten Arbeitsbedingungen deutlich. Beklagt wurden nicht nur der Personalmangel auf Stationen, auch die Überstunden, die sich schnell angehäuft hätten. Das Pflegepersonal habe kaum bis gar keine Pausen. Sie seien aber nicht die einzigen Leidtragenden. Die Zeit für die Patienten werde immer knapper. Die tägliche Körperpflege ähnele schon einer „Katzenwäsche“. Bedarfsmedikationen, wie Schmerzmittel, werden verspätet verabreicht. Mit menschenwürdiger Pflege habe dies nicht mehr zu tun.

Um eine Stelle in der Pflege zu besetzen, dauerte es 2015 114 Tage. 2017 stieg der Durchschnittswert auf fast 150 Tage an, mit zunehmendem Trend (Bundesagentur für Arbeit 2017). Die Anzahl der Beschäftigten nahm die letzten Jahre nicht ab, doch die Qualität der Qualifikation. Es werden mehr Pflegehelfer, als Pflegefachkräfte beschäftigt. Auszubildende und Praktikanten werden als volle Kraft eingesetzt, um die Defizite ein wenig auszugleichen. Sie haben nicht die Möglichkeit qualitativ ihre Ausbildung in vollem Umfang auszuschöpfen.

Selbst kirchliche Häuser stehen unter enormem Druck, keine roten Zahlen zu schreiben. Der Mensch steht nicht mehr im Vordergrund.

Statt die Personalkosten der Pflegekräfte zu erhöhen, steigen die der Ärzte an. Mehr Operationen würden mehr Geld einbringen.

Letztlich stellen Gesundheitsökonomen, wie u.a. Jonas Schreyögg, zwei Forderungen: Personaluntergrenzen, um besonders die kleinen Krankenhäuser aus der Gefahrenzone zu bringen und eindeutig definierte Personalquoten zur Aufwertung des Berufs.

Viele Pflegekräfte sind gewerkschaftlich nicht vertreten, sie werden ausgebeutet. Ihre letzte Zuflucht bieten Zeitarbeitsagenturen. Hier haben sie die Chance, mehr Geld zu verdienen, ihren Dienstplan selbst zu gestalten und sich ihren Einsatzort auszusuchen.

Mehr Informationen dazu bietet ZEIT ONLINE.

Wir als Personaldienstleister kennen die Umstände in den Kliniken und Pflegeeinrichtungen und wissen von den Arbeitsbedingungen. Mit unseren Konditionen und Angeboten wollen wir den Pflegekräften die Möglichkeit bieten, weiterhin in der Pflege arbeiten zu können, ohne sich unter Wert verkaufen zu müssen. Bemängelt wird nicht die Arbeit in der Pflege selbst, sondern die Bedingungen, unter denen gearbeitet wird.

vemundo beschäftigt Studierende, die von ähnlichen Problemen in der Pflege berichten. Sie arbeiten weiterhin als Pflegekräfte, um das Studium zu finanzieren, erfahren aber keinerlei Unterstützung. Vor allem während der Prüfungszeit werden Dienstplanwünsche nicht eingehalten. Dies gab ihnen den Anlass in die Zeitarbeit zu wechseln. Dass Pflegeeinrichtungen ohne Personal nicht funktionieren, hat sich wohl noch nicht herumgesprochen.

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